Die Stadt - Wirtschaft und Infrastruktur

Aus dem mittelalterlichen Textilhandwerk und -handel entwickelte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die von Christoph Friedrich Heinzelmann (1786–1847) und anderen Mitgliedern eingesessener Kaufmannsfamilien im Jahr 1839 gegründete und 2005 insolvente mechanische Baumwollspinnerei und -weberei Momm. Daneben bildet das traditionelle Braugewerbe in Kaufbeuren einen regionalen Wirtschaftsfaktor. Von den zeitweilig 16 in Kaufbeuren ansässigen Brauereien existiert heute allerdings nur noch die Aktienbrauerei. Bis zum Ende des Kalten Krieges besaß auch der zwischen 1933 und 1935 eingerichtete Fliegerhorst im Stadtteil Oberbeuren eine wirtschaftliche Bedeutung. Seit den 1980er Jahren dient er als Schulungszentrum der Luftwaffe. Aus der ehemaligen Schreibmaschinenfertigung der Firma Alpina, die von Olympia aufgekauft wurde, entwickelte sich in den 1970er und 1980er Jahren eine mittelständische Elektronikindustrie in der Automations-, Mess- und Regeltechnik. Weitere große Arbeitgeber gehören zum öffentlichen Dienst oder zum Baugewerbe.

Im Stadtteil Neugablonz existierte von 1939 an eine Fabrik der Dynamit AG und dann ab 1945 Glas-, Metall- und Schmuckindustrie.

Verkehrsanbindung

Straßenverkehr

Kaufbeuren ist an zwei Bundesstraßen angeschlossen: die B 12 führt mit direktem Anschluss an Kaufbeuren vorbei und die B 16 führt durch Kaufbeuren. Die nächstliegende Autobahn A 96 ist ca. 15 km nördlich von Kaufbeuren entfernt; die Zuführung erfolgt über die ausgebaute B 12. Die A 7 (Flensburg–Füssen) mit Anbindung Reutte in Tirol ist von Kaufbeuren aus südlich in etwa 30 Autominuten über die B 16 und ab Marktoberdorf über die St2008 bis AS Nesselwang erreichbar.

Schienenverkehr

Kaufbeuren liegt an der Allgäubahn (KBS 970), die zwischen München und Lindau verkehrt. Diese Strecke ist nicht elektrifiziert. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn halten täglich zwei InterCity-Züge in Kaufbeuren. Als Ersatz für den gestrichenen InterRegio der DB hält nun der Arriva-Länderbahn-Express, kurz „Alex“, in Kaufbeuren, der zwischen München und Oberstdorf bzw. Lindau verkehrt.

Aufgrund der Lage im erweiterten Einzugsbereich von München und Augsburg gibt es zahlreiche Pendler.

Bis 1972 zweigte in Kaufbeuren die Nebenbahn Kaufbeuren–Schongau nach Schongau von der Allgäubahn ab. Diese Bahnstrecke wurde mittlerweile zurückgebaut und auf weiten Teilen durch einen Radweg ersetzt.

Luftverkehr

Südlich von Kaufbeuren gibt es einen ehemaligen Militärflugplatz. Dieser befindet sich zwar noch im Besitz der Bundeswehr, wird aber von einem örtlichen Luftsportverein genutzt.


Artikel Kaufbeuren

Kaufbeuren im Web

Kaufbeuren in den Blogs

Info

Wappen
  • Bundesland: Bayern
  • Regierungsbezirk: Schwaben
  • Landkreis: Kreisfreie Stadt
  • Stadtgliederung: 5 Stadtteile
  • Höhe: 681–860 m ü. NN
  • Fläche: 40,02 km²
  • Breitengrad: 47° 53′ N
  • Längengrad: 10° 37′ O
  • Postleitzahl: 87600
  • Kfz-Kennzeichen: KF
  • Einwohner: ca. 42 043
  • Bevölkerungsdichte: 1051 Einwohner je km²
  • Gemeindeschlüssel: 09 7 62 000
  • Adresse der Stadtverwaltung: Kaiser-Max-Straße 1
    87600 Kaufbeuren
  • Website: www.kaufbeuren.de